Das FAT Forschungsprojekt Sickenatlas - Entwicklung neuer Sickenbilder

Stiftung Stahl Anwendung - Forschung , Innovationen in Stahl,
Broschüre, Dezember 2001

Prof. Dr.-Ing. H. Wallentowitz (ika, Aachen)
Dipl.-Ing. D. Schwarz (ika, Aachen)

Zusammenfassung:

Die Formgebung und die Anordnung von Sicken bzw. Sickenbildern in Karosserieblechen beruht bis heute zum Großteil auf Erfahrungswerten oder auf konventionellen Sickenbildern. Im Rahmen des Forschungsprojektes "Sickenatlas" sollten neue, optimierte Sickenbilder für Anwendungen im Automobilbau entwickelt werden. Um eine Grundlage für das Projekt zu schaffen, wurden zunächst die Eigenschaften konventioneller Sickenbilder in Abhängigkeit von den Parametern Sickenhöhe und Blechstärke untersucht. Bei der Entwicklung neuer optimierter Sickenbilder, wurden unter anderem kommerzielle Optimierungsprogramme eingesetzt. Die Eigenschaften der optimierten, umgesetzten neuen Sickenbilder wurden mittels FE-Analysen rechnerisch bewertet. Neben der Steifigkeit in Normalenrichtung wurden dabei die Schubsteifigkeiten und die Eigenfrequenzen der Bleche berechnet. Um die ermittelten Eigenschaften der neuen Sickenbilder bewerten zu können, wurden sie mit den Eigenschaften konventioneller Sickenbilder verglichen. Die neuen Sickenbilder zeigen deutlich erhöhte Bodensteifigkeiten. Sie dienen dem Konstrukteur als Wegweiser für eine optimierte Gestaltung von Sickenbildern. Somit können Entwicklungszeiten und Kosten gesenkt und flächige Konstruktionen in Richtung Leichtbau optimiert werden.

Optimierungsergebnis -----> Umgesetztes Sickenbild:



Abbildung 1: Umsetzung eines Optimierungsergebnisses in ein herstellbares Sickenblech