
Ein ereignisreiches und erfolgreiches Geschäftsjahr liegt hinter uns. Im Rahmen dieser Seite haben wir für Sie eine Auswahl an aktuellen Projekten und Neuerungen am ika sowie der fka zusammengestellt.
> BASt Realistische Lastannahmen
Die prognostizierte massive Zunahme des Güterverkehrs auf Bundesautobahnen wird die Fahrbahnen verstärkt belasten und die damit einhergehenden Schädigungen werden mehr Instandsetzungsmaßnahmen erfordern. Ziel des Forschungsvorhabens FE 04.193 ist es, die neben den statischen Radlasten auftretenden vertikal-dynamischen Radlasten in Abhängigkeit von der Straßenbeschaffenheit, den Fahrzeugtypen und den Fahrwerksparametern für aktuelle und zukünftige Fahrzeugkonzepte zu ermitteln und damit Auslegungsanhaltspunkte für die Bemessung des Straßenoberbaus zu erarbeiten.
> Kontakt: Dipl.-Ing. Christian Bachmann, +49 241 80 27010
> Nachwuchsforschergruppe „Automobilleichtbau“
Die im Jahr 2004 durch das Land NRW am ika eingerichtete Nachwuchsforschergruppe wurde nach einer Laufzeit von drei Jahren erfolgreich abgeschlossen. Zusammen mit den Industriepartnern Ford Forschungszentrum Aachen, Erbslöh AG, Henkel KGaA, ThyssenKrupp Steel AG und Hydro Aluminium Deutschland GmbH sowie in Zusammenarbeit mit den Forschungspartnern an den Aachener Instituten für Kunststoffverarbeitung und für Bildsame Formgebung entwickelte die Nachwuchsforschergruppe unterschiedliche Konzepte einer Vorderwagenstruktur in Multi-Material-Leichtbauweise.

Gegenüber einer Referenzstruktur eines Fahrzeugs der Kompaktklasse wurden bei gleich gutem oder besserem Verhalten in den zur Auslegung herangezogenen Steifigkeits- und Crashlastfällen Gewichtseinsparungen von gut 20 % bis knapp 40 % bei Mehrkosten von rund 5 % bis etwa 40 % erzielt. Ein im Rapid-Prototyping-Verfahren erstelltes Modell (Maßstab 1:8) des besonders gewichtsgünstigen Konzeptes wurde bereits auf der IAA in Frankfurt, auf dem Tag der Karosserie 2007 sowie im Rahmen des 16. Aachener Kolloquiums ausgestellt.
> Kontakt: Dr.-Ing. Markus Bröckerhoff, +49 241 8861 230
> Verbrauchsoptimierter Golf
Für das Umweltbundesamt werden an einem VW Golf 1.4l TSI (125 kW) verbrauchsreduzierende Maßnahmen umgesetzt. Diese Maßnahmen umfassen eine Reduzierung der Fahrwiderstände und Antriebsstrangverluste sowie einen verbrauchsoptimierten Motorbetrieb. Neben Leichtlaufreifen, Schaltanzeige und Start-Stopp-Automatik, die in Serienfahrzeugen eingesetzt werden, sind als besondere Merkmale des ika-Demonstrators die Kombination eines leistungsstarken Otto-Downsizingmotors mit dieseltypischer Getriebeübersetzung sowie der Einsatz eines Kühlmittel-Wärmespeichers und der Ersatz der Außenspiegel durch ein Videosystem zu nennen. Ausgehend von einem CO2-Ausstoß von 173 g/km im NEDC wurde mit den Maßnahmen eine Reduktion von 24 % gemessen.
> Kontakt: Dipl.-Ing. Markus Espig, +49 241 80 25640

> Ausgezeichnete Leistung im SuperLightCar-Projekt
Zusammen mit fast 40 weiteren Projektpartnern, darunter sieben europäischen OEMs, entwickelt das ika in dem von der Volkswagen AG koordinierten EU-Projekt „SuperLightCar“ (SLC) eine Leichtbau-Karosserie in Multi-Material-Bauweise für ein Großserienfahrzeug. Das ika war in diesem Jahr u. a. mit dem Aufbau des Crashsimulationsmodells der finalen SLC-Struktur betraut. Für die erfolgreiche Entwicklungskoordination des sogenannten „Super Light Body Concepts“, das eine wesentliche Basis der finalen Struktur darstellt, wurde Herr Dipl.-Ing. Christian Sahr aus dem Karosseriebereich des ika mit dem jährlich vergebenen Projekt-Award ausgezeichnet, der im Rahmen der Generalversammlung der Projektpartner in Göteborg verliehen wurde.
> Kontakt: Dipl.-Ing. Peter Urban, +49 241 80 27015
> Hybrid-Pkw mit adaptiver Verkehrsvorausschau
In diesem Projekt werden über die Hybrid-Basissteuerung hinaus Maßnahmen analysiert, um Kraftstoffverbrauch, Emissionen und Komponentenbelastungen zu reduzieren. Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit wurde gezeigt, welche Möglichkeiten der Einflussnahmen bestehen und wie diese in einer Hybridfahrzeugsteuerung umgesetzt werden können. Derzeit befindet sich am ika ein Prototyp im Aufbau, an dem die zunächst theoretisch ermittelten Maßnahmen zur Integration von Vorausschauinformationen realisiert und die Potentiale verifiziert werden sollen. Zum Projektabschluss werden die Ergebnisse anhand von Probandenversuchen überprüft und hinsichtlich der unterschiedlichen Umsetzung – speziell beim (teil-) automatisierten Fahren – bewertet.
> Kontakt: Dipl.-Ing. Markus Espig, +49 241 80 25640
> Hybridbus BMWi Verbundprojekt HYBOB
Ziel des Projektes HYBOB „Nachhaltige Ressourcenschonung durch dieselelektrische Antriebe in Hybrid-Omnibussen“ ist die Umsetzung neuartiger Antriebssysteme für Omnibusse mit deutlicher Energieeinsparung, Emissionsreduktion und akustischer Komfortverbesserung. Gegenwärtig erfolgen in Zusammenarbeit mit EvoBus die Inbetriebnahme und die erste Erprobung des aufgebauten Hybrid-Omnibus-Prototypen in Mannheim/Ulm. Das ika bearbeitet entsprechende Aufgaben zur umfassenden Konzeption, Entwicklung und Optimierung der Gesamtfahrzeugakustik des Hybrid-Omnibus-Prototypen und auch zukünftiger Hybrid-Omnibuskonzepte.
> Kontakt: Dipl.-Ing. Sven Ruschmeyer, +49 241 80 25613
> PReVENT Intersafe und Preval
In diesem EU-Projekt arbeitet die europäische Automobilindustrie an der Entwicklung und Demonstration von aktiven Sicherheitssystemen zur Prävention von Unfällen. Im September 2007 wurden die entwickelten Funktionen und Systeme in Versailles demonstriert. Aufgabe des ika ist es, die entwickelten Systeme zur Assistenz in Kreuzungssituationen zu testen und zu bewerten (INTERSAFE) und ein standardisiertes Konzept zur Bewertung von aktiven Sicherheitssystemen zu entwickeln (PReVAL). Das Projekt wird in Kürze abgeschlossen.
> Kontakt: Dipl.-Ing. Stefan Deutschle
> BASt FAS im Nfz
In diesem Projekt untersucht das ika gemeinsam mit dem Institut für Straßenwesen Aachen (isac) die Wirkung und den Nutzen von Fahrerassistenzsystemen in Nutzfahrzeugen. Auf Basis des Stands der Technik wurden verschiedene Fahrerassistenzsysteme von informierenden und warnenden Systemen wie dem Abbiegeassistenten bis zu den autonom agierenden Systemen wie dem Adaptive Cruise Control ausgewählt und analysiert. Die Ergebnisse des Projektes werden demnächst von der BASt veröffentlicht.
> Kontakt: Dipl.-Ing. Adrian Zlocki, +49 241 80 25616
> Prof. Gies neuer Beiratsvorsitzender der fka
Zum 1. Juli übergab Prof. Wallentowitz sein Amt als Vorsitzender des fka-Beirats an Herrn Prof. Gies. Zudem wird Prof. Gies ab dem 1. August 2008 als Nachfolger von Herrn Prof. Wallentowitz die alleinige Leitung des ika übernehmen. Prof. Gies, der in Aachen studiert und promoviert hat sowie als Oberingenieur am ika tätig war, wechselte 1994 zu Ford nach Köln. Dort war er Abteilungsleiter „Fahrdynamik“. Im Jahr 2000 begann Prof. Gies bei Audi, zunächst als Leiter der Fahrwerk-Vorentwicklung. Mitte 2005 übernahm er die Funktion Abteilungsleiter „Fahrdynamik und Fahrkomfort“.
> Fahrsimulator
Im Herbst wurde am ika ein dynamischer Fahrsimulator in Betrieb genommen, der mit dem Zentrum für Lern- und Wissensmanagement gemeinsam betrieben wird. Im Fokus stehen die Entwicklung und Bewertung von Systemen zur Erhöhung der Fahr- und Verkehrssicherheit, die nutzergerechte Auslegung von Mensch-Maschine-Schnittstellen und Bedienelementen sowie die Analyse des Fahr- und Fahrerverhaltens.
> Kontakt: Dipl.-Ing. Ahmed Benmimoun
