Vorwort
Die Diskussionen der vergangenen Monate haben es erneut verdeutlicht: Die
Fahrwerksentwicklung ist immer noch ein wesentlicher Bestandteil der
Fahrzeugentwicklung. Das Fahrwerk ist ein elementares Element für die
Kaufentscheidung der Kunden. Es darf somit nicht anderen Aspekten der
Fahrzeugentwicklung untergeordnet werden. Doch welche technischen Fortschritte
sind noch zu erwarten? Wie können Versuch und Simulation in geeigneter Weise
miteinander verbunden werden? Sind reine virtuelle Fahrwerksentwicklungen mit
Fahrsimulatoren denkbar und zu erwarten? Dies sind nur einige der Fragen, die
am "Tag des Fahrwerks" in Aachen diskutiert werden sollen. Welche Kernkompetenz
im Fahrwerk wird beim Hersteller des Fahrzeugs bleiben? Welche werden in
Zukunft Systemlieferanten und Engineering-Dienstleister übernehmen? Welche
Anforderungen resultieren aus der Globalisierung der Kraftfahrzeugmärkte und
aus dem Einsatz neuer Fahrerassistenzsysteme auf die Fahrwerkstechnik? Wir
denken, daß wir zu diesen Themen einen sehr kompetenten Referentenkreis
gewinnen konnten. Im ika, wo schon seit Jahrzehnten junge Forscher moderne
Fahrwerkstechnologie studieren und entwickeln, sollte es leicht fallen, eine
vertiefte Diskussion zu beginnen. Im Anschluß an den "Tag des Fahrwerks"
beginnt im EUROGRESS in Aachen das 7. Aachener Kolloquium "Fahrzeug- und
Motorentechnik", auf dem in diesem Jahr das Fahrwerk einer der
Themenschwerpunkte sein wird. Somit kann auch hier die begonnene Diskussion
fortgeführt werden. Wir laden Sie herzlich ein, einige informative Tage in der
Kaiserstadt Aachen zu verbringen.
Univ.-Prof. Dr.-Ing. H. Wallentowitz
Dipl.-Ing. P. Holdmann
Direktor ika
Leiter Geschäftsbereich Fahrwerk
Programm
| 9.00 - 9.30 |
Eintreffen der Besucher
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| 9.30 - 10.00 |
Begrüßung und Einführung
Henning Wallentowitz
ika, RWTH-Aachen
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| 10.00 - 10.30 |
Herausforderung Fahrwerkentwicklung - Fahrspaß, Komfort und Sicherheit kosten- und zeitoptimal in multidisziplinäre Technik umsetzen
Dieter Ammon
Daimler-Benz AG
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| 10.30 - 11.00 |
Kaffeepause
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| 11.00 - 11.30 |
Kundenorientierte Fahrdynamikentwicklung
Ulrich Eichhorn
Ford-Werke AG
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| 11.30 - 12.00 |
Modularisierung im Fahrwerk - Auswirkungen bei der Entwicklung und Lieferanteneinbindung
Friedrich Söffge
Dr.-Ing. h.c. F. Porsche AG
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| 12.00 - 13.30 |
Mittagspause
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| 13.30 - 14.00 |
Fahrerassistenzsysteme und ihre Auswirkungen auf das Fahrwerk
Günther Reichart
BMW AG
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| 14.00 - 14.30 |
Chassis-Entwicklung: Die globale Perspektive
Gunnar Olsson
Adam Opel AG
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| 14.30 - 15.00 |
Entwicklung moderner Pkw-Fahrwerke
Bernd Heißing
Audi AG
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| 15.00 - 16.00 |
Podiumsdiskussion
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| 16.00 - 16.15 |
Zusammenfassung
Henning Wallentowitz
ika, RWTH-Aachen
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Referenten
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Henning Wallentowitz
hat 1978 an der TU Braunschweig bei
Prof. Mitschke promoviert. Anschließend
arbeitete er für 8 Jahre in der Serien-
und Vorentwicklung des Pkw-Versuchs der
Daimler-Benz AG. 1985 wechselte er zu
BMW, wo er die Fahrwerk-Vorentwicklung
leitete, bevor er 1992 Geschäftsführer
der BMW Technik GmbH wurde. Seit 1993
ist er Direktor des ika an der RWTH.
Priv.-Doz. Dr.-Ing. Dieter Ammon
promovierte an der TH Karlsruhe. Seit
1986 arbeitet er für die Forschung der
Daimler-Benz AG. Hier leitete er von
1993-1997 das Arbeitsgebiet
Fahrzeugdynamik im Kompetenzzentrum
Kybernetik und Simulation. Seit 1998
leitet Dr. Ammon das Gebiet
Fahrdynamiksimulation im Forschungs-
laboratorium Anthropotechnik der
Daimler-Benz AG.
Dr.-Ing. Ulrich Eichhorn
arbeitete von 1988-1992 als
wissenschaftlicher Angestellter bei
Prof. B. Breuer an der TU Darmstadt.
Nach seiner Promotion wechselte er zur
Ford-Werke AG, wo er zunächst in der
Fahrzeug-Konzeption arbeitete. Seit
1994 ist er als 'Manager Vehicle
Dynamics' verantwortlich für die
Fahrdynamik aller Ford-Fahrzeuge
weltweit.
Dipl.-Ing. Friedrich Söffge
arbeitete zunächst für BKS, bevor er
1962 zur Porsche AG nach Weissach
wechselte, wo er sich mit der
Konstruktion von Sonderfahrzeugen
beschäftigte. Von 1985 bis 1992 leitete
Herr Söffge die Fahrwerks-Konstruktion.
1992 übernahm er die Leitung der
Achsentwicklung bei Porsche, eine
Funktion, die er auch heute noch
ausübt.
Dipl.-Ing. Günter Reichart
studierte an der TU München
Elektrotechnik. Von 1975 an war er für
die Kraftwerk Union AG tätig, bevor er
1978 zur Gesellschaft für
Reaktorsicherheit wechselte. Seit 1987
arbeitet er in der Fahrzeugforschung
der BMW AG, die er derzeit leitet. Er
behandelt dabei die Systemsicherheit
von Fahrerassistenzsystemen und der
Mensch-Maschine-Interaktion.
Dr.-Ing. Gunnar Olsson
studierte an der Universität von
Göteborg und der Chalmers University of
Technology Physik. Von 1983-1995
arbeitete er in unterschiedlichen
Funktionen für die Fahrwerks-Entwicklung von Saab. Zuletzt war er
Leiter des Chassis Engineering
Departments. Seit Januar 1996 leitet
Dr. Olsson die Chassis-Vorentwicklung
der Adam Opel AG in Rüsselsheim.
Prof. Dr.-Ing. Bernd Heißing
war 1971-72 als Versuchsingenieur bei
der Porsche AG tätig. Von 1972-79 war
er dann wiss. Assistent am ika der RWTH
Aachen. Nach der Promotion arbeitete er
bis 1986 als Leiter der
Zentralabteilung beim TÜV Rheinland,
bevor er als Leiter Fahrdynamik/
Simulation und Berechnung zu Audi
wechselte. Seit 1995 ist er Leiter der