Tag der Karosserie - Experten referieren über neueste Karosserieentwicklungen, 06.10.2003, Aachen



Bild Karosserie


Vorwort

Nahezu alle Fahrzeughersteller betrachten die Entwicklung und Produktion der Karosserien als Kernkompetenz. Das wird durch die Tatsache begründet, dass der Karosseriebau im Zusammenhang mit vielfältigen Aspekten des Fahrzeugbaus, z.B.
Design, Komfort, Qualitätseindruck, Gewicht, Fahrverhalten oder der passiven Sicherheit, zu betrachten ist. Außerdem bildet die Karosserie Schnittstellen zu allen anderen wichtigen Fahrzeugsystemen, wie beispielsweise dem Fahrwerk, dem Antrieb oder der Innenausstattung. Damit stellt die Karosserie das zentrale Element im Fahrzeugbau dar.

Dieser Sachverhalt wirft mehrere Fragestellungen auf: Wie sehen die neuesten Lösungsansätze in Stahl/Aluminium-Bauweisen aus? Welche innovativen Materialien und Produktionstechniken werden Eingang in den Karosseriebau finden? Wie kann die passive Sicherheit von Fahrzeugen bis hin zum Fußgängerschutz verbessert werden? Welche Karosseriekonzepte sind zukünftig zu wettbewerbsfähigen Kosten realisierbar? Was darf Leichtbau heute kosten? Wie können neue Karosserietechnologien innerhalb von 18 Monaten zur Serienreife entwickelt werden?

Um Antworten auf diese und weitere interessante Fragen zu erhalten, haben wir einen kompetenten Referentenkreis gewinnen können. Im ika, an dem bereits seit Jahrzehnten junge Forscher und Entwickler an Karosserieentwicklungen arbeiten, sollte sich schnell eine angeregte Diskussion einstellen. Im Anschluss an den `Tag der Karosserie` wird im EUROGRESS Aachen das 12. Aachener Kolloquium `Fahrzeug- und Motorentechnik` eröffnet, bei dem in diesem Jahr die Karosserie wieder einen Themenschwerpunkt bildet. Somit kann die beim `Tag der Karosserie` begonnene Diskussion weiter vertieft werden.

Wir laden Sie herzlich ein, einige informative Tage in der Kaiserstadt Aachen zu verbringen.


Univ.-Prof. Dr.-Ing. H. Wallentowitz Dr.-Ing. D. Schwarz
Direktor ika Leiter Geschäftsbereich Karosserie


Programm

8.00 - 9.00 Eintreffen der Besucher
9.00 - 9.30 Begrüßung und Einführung
Henning Wallentowitz, ika, RWTH Aachen
9.30 - 10.00 Bauweisen für neue Fahrzeugkonzepte im Spannungsfeld von Leichtbau und Kostenattraktivität
Horst Friedrich, Volkswagen AG
10.00 - 10.30 Die selbsttragende Karosserie - Perspektive für den Rohbau?
Ulrich Jaroni, ThyssenKrupp Stahl AG
10.30 - 11.00 Kaffeepause
11.00 - 11.30 Leichtbau in der Struktur des neuen BMW-5er
Klaus Draeger, BMW AG
11.30 - 12.00 Konzept- und Technologietrends zum kostenattraktiven Karosseriebau - Die neue Audi A8-Karosserie
Heinrich Timm, Audi AG
12.00 - 13.30 Mittagspause
13.30 - 14.00 Achtzehn Monate Produktentstehungsprozeß - Maßstab für die Zukunft? Am Beispiel Chrysler Crossfire
Friedrich Wegert, Wilhelm Karmann GmbH
14.00 - 14.30 Konstruktive Herausforderungen bei der Entwicklung der neuen Rolls-Royce-Karosserie
Klaus Gersmann, Rolls-Royce
14.30 - 15.00 Kaffeepause
15.00 - 15.30 Stahl kontra Aluminium - Werkstoff für Motorhauben unter dem Aspekt des passiven Fußgängerschutzes
Dominik Schwarz, fka GmbH Ed Opbroek, IISI
15.30 - 16.30 Podiumsdiskussion und Zusammenfassung
Henning Wallentowitz, ika, RWTH Aachen


Referenten

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Henning Wallentowitz
1978 Promotion TU Braunschweig bei Prof. Mitschke.
Serien- und Vorentwickler im Pkw-Versuch der Daimler-Benz AG.
Ab 1985 bei BMW als Leiter Fahrwerk-Vorentwicklung.
Ab 1992 Geschäftsführer BMW Technik GmbH.
Seit 1993 Direktor des ika an der RWTH Aachen.
Von 1999 bis 2002 Prorektor der RWTH.

Dr.-Ing. Horst Friedrich
Studierte an der TU München Maschinenwesen.
Nach Tätigkeiten in der Maschinenbauindustrie und Unternehmensberatung arbeitete er seit 1986 in der Luftfahrtindustrie in leitenden Funktionen.
1996 ging er als Leiter der Fahrzeug-Forschung zu VW, wo er heute als Leiter Konzernforschung Werkstofftechnik und Fahrzeugkonzepte arbeitet.

Dr.-Ing. Ulrich Jaroni
Studierte in Essen und an der RWTH Aachen. Promotion 1985.
Er trat in den Thyssen-Konzern ein, wo er u.a. im Geschäftsfeld Fügetechnik der Thyssen Stahl AG tätig war.
1996 wurde er Geschäftsführer der Thyssen Fügetechnik. GmbH und am 1.4. 2002 zum Mitglied des Vorstandes der ThyssenKrupp Stahl AG bestellt.

Dr.-Ing. Klaus Draeger
Studium und Promotion im Fach Maschinenbau an der Uni Karlsruhe.
Nach dem Studium trat er 1985 in die BMW AG ein, wo er zunächst in den Ressorts Fertigung, Qualitätssicherung und Einkauf arbeitete.
Anschließend übernahm er die Leitung Einkauf Interieur für die BMW Group.
Seit 2001 leitet er den Bereich Entwicklung Karosserie.

Dipl.-Ing. Heinrich Timm
Beendete 1972 sein Studium Fahrzeugtechnik.
Danach übernahm er verschiedene Aufgaben in der Audi AG und arbeitete 21 Jahre in der Fahrzeug- Konzept-Entwicklung, davon 16 Jahre in leitender Funktion.
In den letzten 10 Jahren Konzeptentwicklungsverantwortung, u.a. für den Audi Space Frame.
Seit März 2003 Leiter des Aluminium- und Leichtbauzentrums der Audi AG.

Dipl.-Ing. Friedrich Wegert
Studierte Maschinenbau in Mannheim und arbeitete 20 Jahre im Entwicklungsbereich, u.a. Projektleitung Gesamtfahrzeug bei der Porsche AG.
Seit August 1993 ist er bei der Wilhelm Karmann GmbH u.a. als Leiter Entwicklungskonstruktion und Projektleiter Gesamtfahrzeug (Crossfire-Projekte) tätig.
Seit Juli 2003 ist er Bereichsleiter Projekte.

Dipl.-Ing. Klaus Gersmann
Ist seit 1974 in verschiedenen Bereichen der Karosserie-Ausstattung und Vorentwicklung der BMW AG tätig.
Ab 1985 leitete er die Entwicklung des Rohbaus und Teile der Ausstattung für den Z1.
Es folgte die Leitung diverser Vorentwicklungsprojekte, die Projektleitung des 3er-Touring.
Seit 2000 verantwortlich für den Karosserieumfang Rolls Royce.

Dr.-Ing. Dominik Schwarz
Studierte in Ulm und in Kassel.
Danach arbeitete er als Assistent am Institut für Kraftfahrwesen der RWTH Aachen im Geschäftsbereich Karosserie in den Gebieten Betriebsfestigkeit und numerische Optimierung.
Nach der Promotion ist er seit 2003 als Leiter des Geschäftsbereichs Karosserie an der fka - Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen mbH Aachen tätig.