Vorwort
Nahezu alle Fahrzeughersteller betrachten die Entwicklung und Produktion der
Karosserien als Kernkompetenz. Das wird durch die Tatsache begründet, dass der
Karosseriebau im Zusammenhang mit vielfältigen Aspekten des Fahrzeugbaus, z.B.
Design, Komfort, Qualitätseindruck, Gewicht, Fahrverhalten oder der passiven
Sicherheit, zu betrachten ist. Außerdem bildet die Karosserie Schnittstellen zu
allen anderen wichtigen Fahrzeugsystemen, wie beispielsweise dem Fahrwerk, dem
Antrieb oder der Innenausstattung. Damit stellt die Karosserie das zentrale
Element im Fahrzeugbau dar.
Dieser Sachverhalt wirft mehrere Fragestellungen auf: Wie sehen die neuesten
Lösungsansätze in Stahl/Aluminium-Bauweisen aus? Welche innovativen Materialien
und Produktionstechniken werden Eingang in den Karosseriebau finden? Wie kann
die passive Sicherheit von Fahrzeugen bis hin zum Fußgängerschutz verbessert
werden? Welche Karosseriekonzepte sind zukünftig zu wettbewerbsfähigen Kosten
realisierbar? Was darf Leichtbau heute kosten? Wie können neue
Karosserietechnologien innerhalb von 18 Monaten zur Serienreife entwickelt
werden?
Um Antworten auf diese und weitere interessante Fragen zu erhalten, haben wir
einen kompetenten Referentenkreis gewinnen können. Im ika, an dem bereits seit
Jahrzehnten junge Forscher und Entwickler an Karosserieentwicklungen arbeiten,
sollte sich schnell eine angeregte Diskussion einstellen. Im Anschluss an den
`Tag der Karosserie` wird im EUROGRESS Aachen das 12. Aachener Kolloquium
`Fahrzeug- und Motorentechnik` eröffnet, bei dem in diesem Jahr die Karosserie
wieder einen Themenschwerpunkt bildet. Somit kann die beim `Tag der Karosserie`
begonnene Diskussion weiter vertieft werden.
Wir laden Sie herzlich ein, einige informative Tage in der Kaiserstadt Aachen
zu verbringen.
Univ.-Prof. Dr.-Ing. H. Wallentowitz
Dr.-Ing. D. Schwarz
Direktor ika
Leiter Geschäftsbereich Karosserie
Programm
| 8.00 - 9.00 |
Eintreffen der Besucher
|
| 9.00 - 9.30 |
Begrüßung und Einführung
Henning Wallentowitz, ika, RWTH Aachen
|
| 9.30 - 10.00 |
Bauweisen für neue Fahrzeugkonzepte im Spannungsfeld von Leichtbau und Kostenattraktivität
Horst Friedrich, Volkswagen AG
|
| 10.00 - 10.30 |
Die selbsttragende Karosserie - Perspektive für den Rohbau?
Ulrich Jaroni, ThyssenKrupp Stahl AG
|
| 10.30 - 11.00 |
Kaffeepause
|
| 11.00 - 11.30 |
Leichtbau in der Struktur des neuen BMW-5er
Klaus Draeger, BMW AG
|
| 11.30 - 12.00 |
Konzept- und Technologietrends zum kostenattraktiven Karosseriebau - Die neue Audi A8-Karosserie
Heinrich Timm, Audi AG
|
| 12.00 - 13.30 |
Mittagspause
|
| 13.30 - 14.00 |
Achtzehn Monate Produktentstehungsprozeß - Maßstab für die Zukunft? Am Beispiel Chrysler Crossfire
Friedrich Wegert, Wilhelm Karmann GmbH
|
| 14.00 - 14.30 |
Konstruktive Herausforderungen bei der Entwicklung der neuen Rolls-Royce-Karosserie
Klaus Gersmann, Rolls-Royce
|
| 14.30 - 15.00 |
Kaffeepause
|
| 15.00 - 15.30 |
Stahl kontra Aluminium - Werkstoff für Motorhauben unter dem Aspekt des passiven Fußgängerschutzes
Dominik Schwarz, fka GmbH
Ed Opbroek, IISI
|
| 15.30 - 16.30 |
Podiumsdiskussion und Zusammenfassung
Henning Wallentowitz, ika, RWTH Aachen
|
Referenten
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Henning Wallentowitz
1978 Promotion TU Braunschweig bei Prof. Mitschke.
Serien- und Vorentwickler im Pkw-Versuch der Daimler-Benz AG.
Ab 1985 bei BMW als Leiter Fahrwerk-Vorentwicklung.
Ab 1992 Geschäftsführer BMW Technik GmbH.
Seit 1993 Direktor des ika an der RWTH Aachen.
Von 1999 bis 2002 Prorektor der RWTH.
Dr.-Ing. Horst Friedrich
Studierte an der TU München Maschinenwesen.
Nach Tätigkeiten in der Maschinenbauindustrie und Unternehmensberatung arbeitete er seit
1986 in der Luftfahrtindustrie in
leitenden Funktionen.
1996 ging er als Leiter der Fahrzeug-Forschung zu VW, wo er heute als Leiter Konzernforschung
Werkstofftechnik und Fahrzeugkonzepte
arbeitet.
Dr.-Ing. Ulrich Jaroni
Studierte in Essen und an der RWTH Aachen.
Promotion 1985.
Er trat in den Thyssen-Konzern ein, wo er u.a. im
Geschäftsfeld Fügetechnik der Thyssen
Stahl AG tätig war.
1996 wurde er
Geschäftsführer der Thyssen Fügetechnik.
GmbH und am 1.4. 2002 zum Mitglied des
Vorstandes der ThyssenKrupp Stahl AG
bestellt.
Dr.-Ing. Klaus Draeger
Studium und Promotion im Fach Maschinenbau an der Uni Karlsruhe.
Nach dem Studium trat er 1985 in die BMW AG
ein, wo er zunächst in den Ressorts
Fertigung, Qualitätssicherung und
Einkauf arbeitete.
Anschließend
übernahm er die Leitung Einkauf
Interieur für die BMW Group.
Seit 2001
leitet er den Bereich Entwicklung
Karosserie.
Dipl.-Ing. Heinrich Timm
Beendete 1972 sein Studium Fahrzeugtechnik.
Danach übernahm er
verschiedene Aufgaben in der Audi AG
und arbeitete 21 Jahre in der Fahrzeug-
Konzept-Entwicklung, davon 16 Jahre in
leitender Funktion.
In den letzten 10
Jahren
Konzeptentwicklungsverantwortung, u.a. für den Audi Space Frame.
Seit März
2003 Leiter des Aluminium- und
Leichtbauzentrums der Audi AG.
Dipl.-Ing. Friedrich Wegert
Studierte Maschinenbau in Mannheim und arbeitete 20 Jahre im Entwicklungsbereich, u.a. Projektleitung Gesamtfahrzeug bei der Porsche AG.
Seit August 1993 ist er bei
der Wilhelm Karmann GmbH u.a. als
Leiter Entwicklungskonstruktion und
Projektleiter Gesamtfahrzeug
(Crossfire-Projekte) tätig.
Seit Juli
2003 ist er Bereichsleiter Projekte.
Dipl.-Ing. Klaus Gersmann
Ist seit 1974 in verschiedenen Bereichen der Karosserie-Ausstattung
und Vorentwicklung der BMW AG tätig.
Ab 1985 leitete er die Entwicklung des
Rohbaus und Teile der Ausstattung für
den Z1.
Es folgte die Leitung diverser
Vorentwicklungsprojekte, die
Projektleitung des 3er-Touring.
Seit 2000 verantwortlich für den
Karosserieumfang Rolls Royce.
Dr.-Ing. Dominik Schwarz
Studierte in Ulm und in Kassel.
Danach arbeitete er als Assistent am Institut
für Kraftfahrwesen der RWTH Aachen im
Geschäftsbereich Karosserie in den
Gebieten Betriebsfestigkeit und
numerische Optimierung.
Nach der Promotion ist er seit 2003 als Leiter
des Geschäftsbereichs Karosserie an der
fka - Forschungsgesellschaft
Kraftfahrwesen mbH Aachen tätig.