Innerhalb von nur einem Jahr wurde eine bewegte Lkw-Simulatoranlage gekauft, die nötigen Bauvorhaben geplant und umgesetzt und die Anlage in Betrieb genommen. Am 28.09.2007 fand die offizielle Einweihung des kombinierten Simulators für Straße, Schiene und Luft statt.
Das "Aachener Labor für Verkehrssimulation" ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Zentrum für Lern- und Wissensmanagement und Lehrstuhl Informatik im Maschinenbau und dem Institut für Kraftfahrwesen der RWTH Aachen mit Unterstützung durch die Firmen CAE Stolberg und EADS Immenstadt.
Im Fokus des "Aachener Labors für Verkehrssimulation" steht die Entwicklung und Bewertung von Systemen zur Erhöhung der Fahr- und Verkehrssicherheit, die nutzergerechtete Auslegung von Mensch-Maschine-Schnittstellen und Bedienelementen sowie die Analyse des Fahr- und Fahrerverhaltens.

Hierfür sollen zukünftig bedarfsgerecht unterschiedliche Werkzeuge zum Einsatz kommen. Die Entwicklung erster Konzepte und Ideen und deren Bewertung erfolgt in der Verkehrsflusssimulation PELOPS. In einem Laborsimulator können erste Eindrücke gesammelt werden. Weitere Untersuchungen und Entwicklungsarbeiten sollen je nach Randbedingung in einem statischen oder dynamischen Fahrsimulator erfolgen, indem sowohl Pkw als auch Lkw betrachtet werden können. Daran anschließend können die Systeme in realen Versuchsfahrzeugen integriert und auf der anliegenden Teststrecke analysiert werden.
Darüber hinaus soll das Labor langfristig in Kooperation mit weiteren Lehrstühlen der RWTH zu einem kombinierten Verkehrssimulator für Straße, Schiene und Luft ausgebaut werden. Die vorhandene Simulationssoftware wird durch ein modulares Framework ersetzt, welches dann so erweitert wird, dass sowohl zukünftig Fahr- und Zug- als auch Flugsimulationen möglich sind.
Es soll ein Simulationslabor entstehen, welches einerseits Untersuchungen für den FuE Bereich und andererseits kommerzielle Verwendung ermöglicht.